Schmidt / Schmitt / Schmid

Helmut Heinrich Waldemar Schmidt - * 1918 in Hamburg, deutscher Politiker (SPD) und von 1974 bis 1982 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
Berufsname zu mhd. smit und mnd. smit, smet = der „Schmied“.
„Schmidt“ ist nach „Müller“ der zweithäufigste Nachname in Deutschland. Zu seinen bekanntesten Variationen bei gleicher Bedeutung zählen:
- Schmid
- Schmitt
- Schmied
- Schmedt
- Schmitz
- Schmidl
- Schmidtke
Auch bei Schmidt ergibt sich die so zahlreiche Verbreitung des Namens aus der starken Verbreitung des Schmiedehandwerks im frühen bis späten Mittelalter. So wieder Ort über mindestens einen „Müller“ verfügte, so war auch der Schmied zu dieser Zeit in jedem Orte ansässig.
Die im Laufe der Zeit sich herausbildende Spezialisierung im Schmiedehandwerk drückt sich in den zahlreichen Namensvarianten und Zusammensetzungen aus, die allerdings als verbindendes Element, immer die Silbe „-schmid(t)“ enthalten. So z.B.:
- für die Art des zu schmiedenden Materials:
- Blechschmidt
- Eisenschmidt
- Goldschmidt
- Kupferschmidt
- Stahlschmidt
- für die Art des geschmiedeten Werkstücks:
- Beilschmidt
- Büchsenschmidt
- Drahtschmidt
- Hackenschmidt
- Helmschmidt
- Klingenschmidt
- Messerschmidt
- Pfannenschmidt
- Sensenschmidt
- Waffenschmidt
- für den Ort der einstigen Schmiede:
- Flussschmidt
- Bachschmidt
- Waldschmidt

Aus "Eigentliche Beschreibung aller Stände auf Erden, hoher und niedriger, geistlicher und weltlicher, aller Künste, Handwerke und Handel", von Jost Amman und Hans Sachs, Frankfurt am Main, 1568
Schmidt-Namensvarianten wie Schmidtchen, Schmidgen, Schmidtke, Schmidl und Schmidlin können – müssen aber nicht – einen Hinweise darauf enthalten, dass der damals so bezeichnete Schmied entweder von geringem Ruf, kleinwüchsig oder von besonders jungen Jahren war.
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