Bedeutung des Nachnamen Zimmermann

Bekannter Namesträger: Johann Baptist Zimmermann (geboren am 3. Januar 1680 in Gaispoint bei Wessobrunn; gestorben am 2. März 1758 in München) war ein deutscher Maler und Stuckateur des Barock und Rokoko. (Bild: Detail des Deckenfreskos, St. Michael, Berg am Laim, von  Johann Baptist Zimmermann.) 

Der Nachname Zimmermann steht an 23. Stelle der häufigsten Namen in Deutschland. Er ist ein Berufsname und abgeleitet von dem mittelhochdeutschen Wort „zimbermann“ für eben jenen Zimmermann.

Der Zimmermann und sein Handwerk im Mittelalter

Der Zimmerman gehörte zu den wichtigsten Bauberufen. Seine Arbeit begleitete oftmals den gesamten Bau eines Hauses, welches zum größten Teil aus Holz bestand. Aber auch bei später bei den sich durchsetzenden Bauten aus Stein, war der Zimmermann speziell beim Bau des Dachstuhls die wichtigste Person am Bau. Folgerichtig war der Zimmermann auf alle Arbeiten mit Holz spezialisiert.

Die Stellung des Zimmermann unterschied sich stark zwischen der auf dem Land und in der Stadt. Auf dem Land war jeder Hausbesitzer auch gleichzeitig Zimmermann, zumindest was sein eigenes Haus anging. Alle fälligen Arbeiten übernahem der Hausherr selbst oder überwachte sie zumindest fachmännisch.

In der Stadt hingegen gestaltete sich die Stellung des Zimmermanns etwas anders. Hier trieb es das aufkommende Bürgertum, die Geistlichen, aber auch die Handwerkerzünfte mit ihren Prestigbauten sehr weit. Es wurden Häuser, Kirchen, Rat- und Zunfthäuser gebaut von einem Ausmaß an zeitlichem Aufwand und materiellen Ressourcen die schnell dazu führten, dass Zimmermannsleute ihre eigene Zunft bildeten und hauptberuflich in den Städten arbeiteten. 
 

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