Das sind die beliebtesten Namen in diesem Jahr
 

Namen und Identität sind verbunden

Der eigene Name ist wichtig für die Identität eines Menschen. Das zeigt sich zum Beispiel schon daran, dass der Nachname früher in vielen Fällen den Beruf bezeichnet hat. Herr Müller, Herr Schneider und auch Herr Schmidt (Schmied) hießen so, weil sie die genannten Tätigkeiten ausübten. Das ist auch bei Namen so, wo sich die Bedeutung mit der Zeit etwas verwaschen hat und nicht mehr klar erkennbar ist, zum Beispiel Beck von Bäcker. Auf dem Land gab es nur wenige Berufe und dementsprechend eine deutliche Häufung von Namen, in den Städten hingegen wurden die Berufe zahlreicher, denn es gab deutlich mehr Arbeitsteilung. Die Nachnamen wandelten sich.

Manchmal soll es besonders einzigartig sein

Bei den Vornamen war und ist es etwas anders. Von den Fällen abgesehen, wenn Kinder den Namen eines Elternteils, meist des Vaters, bekommen haben, versuchen Eltern stets, ihrem Kind bestimmte Eigenschaften oder Segen mit auf den Lebensweg zu geben. Davon ist die Wahl des Vornamens stark beeinflusst. Manchen Eltern geht es auch darum, einen besonders einzigartigen Namen zu wählen, um die Individualität des Kindes zu unterstreichen. Das führt dazu, dass immer wieder Namen abgelehnt werden, zum Beispiel:.

  • Pfefferminza.
  • Mandy (für einen Jungen)
  • Junge.
  • Störenfried.
  • Theiler (statt Tylor)

Andere ausgefallene Namen wurden stattdessen vom Standesamt eingetragen – man ist nicht immer sicher, ob den Kindern damit immer ein Gefallen getan wird. Denn allein die Aussprache wird hier schon manchmal zum Problem:

  • Imperial-Purity
  • Courage
  • Desppot
  • Lafayette (für einen Jungen als Zweitnamen)
  • Maha
  • Prestige
  • Nussi

Abgesehen von diesen exotischen Namen gibt es auch besonders beliebte Namen, die immer wieder auftauchen. Auch in 2019 waren bestimmte Namen besonders beliebt. Die komplette Hitliste gibt es bei babelli.de.

Die beliebtesten Vornamen im Jahr 2019

Die beliebtesten Mädchennamen:

  1. Mia (+2)
  2. Emma (-1)
  3. Hannah / Hanna (-1)
  4. Emilia
  5. Sofia / Sophia
  6. Lina
  7. Lea / Leah (+1)
  8. Mila (-1)
  9. Marie
  10. Emily / Emilie (+7)

Die beliebtesten Jungennamen:

  1. Ben
  2. Jonas (+2)
  3. Paul
  4. Leon (-2)
  5. Henry / Henri (+6)
  6. Finn / Fynn (+1)
  7. Felix (-2)
  8. Luis / Louis
  9. Elias
  10. Noah (-4)

Das sind einige ausgewählte Bedeutungen der Namen – bei babelli kann jeder Name angeklickt und die hinterlegte Bedeutung gelesen werden.

Mädchen:

  • Mia. Mia ist eine Kurzform des Namens Maria, der Mutter von Jesus. Er steht für reine Liebe. Im hebräischen bedeutet er „Wunschkind“. Auch die Bezeichnungen kleiner Stern oder Meeresperle sind bezaubernd. Kein Wunder, dass der Name auf Platz 1 steht. Bereits im 19. Jahrhundert stand der Name Maria auf der Liste der beliebtesten Namen. Es handelt sich also um einen echten Dauerbrenner.
  • Emma. Jeder kennt wohl eine kleine (oder bereits große) Emma. Diese Name kommt aus dem Germanischen und bedeutet groß und gewaltig. Insofern kann man sagen, dass eine Emma eine beeindruckende Persönlichkeit sein wird. Ursprünglich handelte es sich um eine Abkürzung von Namen mit den Vorsilben Erm- oder Irm-, wie Irmgard. Später hat sich der Name „verselbstständigt“.
  • Sophia. Der Name kommt vom griechischen Wort für Weisheit. Philo-sophie bedeutet demnach: die Liebe zur Weisheit. Dieser Name ist etwa seit den 90er Jahren besonders beliebt.

Jungen:

  • Ben. Ben ist die Kurzform von Benjamin oder Benedikt. Der Name kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Glückskind“. Es ist auch der Name eines der 12 Stämme Israels. Seit der Jahrtausendwende ist er stets auf den Hitlisten zu finden.
  • Felix. „Der Glückliche“, „der Erfolgreiche“, „der Fruchtbare“ – Felix hat viele schöne Bedeutungen. Früher wurde er als Beiname verwendet. Immerhin trugen fünf Päpste diesen Namen. Auch er ist seit der Jahrtausendwende immer wieder in den Hitlisten zu finden.
  • Paul. Dieser Name kommt von lateinischen Paulus und bedeutet: der Kleine. Er ist auch als Papstname bekannt.

Andere Länder, andere Sitten – Namensgebung am Beispiel der indigenen Völker Amerikas

Ginge es nur um den Klang, dann würden sich nicht so viele Eltern mit der Bedeutung der Namen beschäftigen, die sie ihren Kindern geben wollen. Doch jeder ahnt, dass noch etwas mehr dahintersteckt – Nomen est Omen. Darum versucht man gern, dem Kind mit dem Namen etwas Glück oder bestimmte Eigenschaften zuzuschreiben.

Bei den indigenen Völkern Nordamerikas, auch als Indianer bekannt, ist das etwas anders. Zunächst einmal sind die Namen dort meistens sehr bildhaft, haben eine spirituelle Komponente und werden aus mehreren Begriffen zusammengesetzt. Sie bezeichnen bestimmte Eigenschaften einer Person, in vielen Stämmen können sie aber auch, wenn ein Kind in die Erwachsenenwelt aufgenommen wird, geändert werden oder einen Zusatz bekommen. Denn bestimmte Talente zeigen sich erst mit der Zeit, und auch Ereignisse lassen sich nicht immer vorausplanen. Darum gibt es dort klangvolle Namen wie:

  • AYAWAMAT auf Hopi: One who follow orders (Einer, der Befehle befolgt)
  • DEMOTHI: Talks while walking (Spricht während des Gehens)
  • KIWIDINOK auf Cheyenne: Of the wind (Frau der Winde)
  • ONIDA: The one searched for (Die Eine, wonach gesucht wurde)

Namen und beruflicher Erfolg

Ein Äquivalent sind eventuell die Spitznamen, die man Kindern (und manchen Erwachsenen) gibt. Sie werden aus bestimmten Situationen heraus gegeben und haben oft etwas mit den persönlichen Eigenschaften zu tun. Wir würden nicht so weit gehen, dass wir die spirituelle Bedeutung wirklich hoch schätzen, aber eines scheint klar: Namen können es einem Menschen später in der Schule und im Berufsleben leicht - oder auch schwer machen. Man schreibt Personen bestimmte Eigenschaften zu oder erkennt sie ihnen aufgrund des Namens ab, manchmal ohne sie kennengelernt zu haben. Studien haben bestätigt, wie eng der Zusammenhang zwischen Vorname und beruflichem Erfolg tatsächlich ist. Ein Grund mehr für Eltern, sehr sorgfältig zu wählen!

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