Namen und die Zweige der Sprachen

Wanderungen der Völker und Namen Durch Eroberungen und Völkerwanderungen entstanden in Europa fünf verschiedene Zweige der Sprache. Sie beeinflussten sich untereinander. Namen wurden bereits in früherer Zeit aus anderen Kulturen übernommen. Alte Namen weisen oft darauf hin, welchem Stamm der Namens-Träger angehört. Aber auch aus welcher Gegend eine Person kommt. Manchmal bildeten sich Namen aus kleinen persönlichen Eigenheiten. Spitznamen wurden zu einer eindeutigen Zuordnung.

Die fünf Zweige der Sprache, in denen sich unsere europäischen Namen bildeten

  1. Die Kelten waren im westlichen Europa, in Spanien, Frankreich, Süddeutschland und den Britischen Inseln angesiedelt. Ihre Sprache ist fast ausgestorben. Nur in Irland, der Bretagne und Schottland ist davon noch ein Rest zu finden.
  2. Die Römer und Etrusker waren im Süden Europas zu finden. Sie brachten ihre Sprache in die Länder, die sie eroberten. Sie veränderten dadurch die Sprachen in Spanien, Gallien und dem Balkan. Es entstanden lateinische Dialekte, die sich im Mittelalter zu den romanischen Sprachen entwickelten. So entstand die rumänische, portugiesische, französische und spanische Sprache. Diese Sprachen breiteten sich durch Eroberung und Kolonisation weiter in der Welt aus.
  3. In Osteuropa entstanden die Balto-Slawen. Zu ihnen werden Russen, Polen, Slowakisch, Slowenen, Serbokroaten und Bulgaren gerechnet. Von ihnen sind vor dem 9. Jahrhundert keine Aufzeichnungen zu finden. Teilweise, wie beim Litauischen und dem Lettischen ist die Sprache erst ab dem 16. Jahrhundert dokumentiert.
  4. Die älteste dokumentierte Sprache in Europa ist Griechisch. Es ist im ganzen Mittelmeerraum verbreitet gewesen. Seit dem Untergang des oströmischen Reichs ist die Sprache nur noch im Ursprungsland verbreitet.
  5. Die Germanen waren im Norden Deutschlands und im südlichen Dänemark beheimatet. Im Norden zogen sie nach Skandinavien und nach Island. Im Süden waren sie in ganz Deutschland, Österreich, und Burgund angesiedelt. Teilweise wurde von ihnen im Süden auch Spanien, Nordafrika, und Italien erobert. Im Norden wurden die Britischen Inseln mehrmals von Stämmen der  Germanen, den Angelsachsen, den Wikinger und den Normannen erobert. Zu den germanischen Sprachfamilien gehören Deutsch, Englisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Isländisch, Niederländisch, Jiddisch und Afrikaans.

Weitere Informationen über althochdeutsche Wortstämme, aus denen Namen zusammengesetzt sind, erfahren Sie demnächst unter "Althochdeutsche Gliedwörter".

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