In wenigen Schritten zur Auswahl
Wahl des Kindervornamen

Eltern haben eine große Verantwortung, wenn es um die Entscheidung geht, mit welchem Namen der Nachwuchs künftig durchs Leben schreiten soll. Gerade aus dem Grund ist es so wichtig, die Auswahl des Vornamens gut zu überdenken. Doch welche Kriterien spielen auf diesem Wege überhaupt eine Rolle? Das wollen wir uns hier in diesem Artikel genauer ansehen. Dazu haben wir die wichtigsten Schritte zur Auswahl unter die Lupe genommen.

Das erste Brainstorming

In einem ersten Schritt ist es wichtig, sich überhaupt über die zur Verfügung stehenden Optionen klar zu werden. Für die Wahl des Namens steht in diesen Tagen ein riesiges Feld an Inspiration zur Verfügung. Da kann es schon schwer fallen, einen Vorschlag zu finden, mit dem beide Elternteile einverstanden sind.

Die erste Auseinandersetzung mit dem Thema findet meist inmitten der Schwangerschaft statt. Beim Brainstorming muss es keineswegs das Ziel sein, sich direkt auf einen bestimmten Namen zu einigen. Vielmehr kommt es in dem Fall darauf an, eine kleine Auswahl zu formen, über die in den nächsten Tagen und Wochen weiter nachgedacht werden kann. Gute Übersichten, was zum Beispiel alle Jungennamen angeht, sind auch im Internet zu finden. Manch ein wohlklingender Name, der mit gutem Gewissen in Betracht gezogen werden kann, war vielleicht bislang nicht auf dem Radar. Hier geht es zu den alphabetisch geordneten Jungennamen.

Weicher oder harter Namen?

Eine wichtige Entscheidung betrifft die Frage, ob es sich um einen weichen oder harten Namen handeln sollte. Diese Attribute betreffen natürlich nicht die Persönlichkeit des Kindes, sondern den Klang des Namens. So stecken zum Beispiel im Vornamen "Leander" gleich drei Vokale und keine hart klingenden Plosive. Wer sich hingegen für den Klassiker "Alexander" entscheidet, wählt damit einen eher hart klingenden Namen.

Letztlich wäre es Aberglauben, davon auszugehen, dass sich jene Eigenschaften des Namens auch auf das Kind übertragen würden. Unter dem Strich handelt es sich also um eine Frage des Geschmacks, in welche der beiden Richtungen die Eltern mit ihrer Entscheidung gehen möchten. Ein klares Richtig oder Falsch gibt es in diesem Kontext natürlich nicht.

Die Konnotationen prüfen

Gerade im Kindesalter kann ein Vorname schnell zur Angriffsfläche für Gleichaltrige werden. Aus diesem Grund gibt es einerseits eine beträchtliche Liste von Namen, die in der Form in Deutschland nicht zulässig sind. Auch Namensblüten, die sich aus dem Zusammenspiel von Vor- und Nachname ergeben, sind zu bedenken. Ein Kai Mauer oder eine Klara Fall gehen somit nicht.

Zum anderen hat jeder Name, der für das Baby in Betracht gezogen werden kann, eine bestimmte etymologische Bedeutung. Für manche Eltern mag diese bei der Auswahl des Namens keine Rolle gespielt haben, und dies ist durchaus legitim. Ein Blick in ein Lexikon, welches die Bedeutungen, die Übersetzungen und die Wortherkunft aufschlüsselt, empfiehlt sich trotzdem. Denn die Geschichten, die hinter den einzelnen Namen stehen, sind nicht immer schmeichelhaft.

Hinzu kommt die Verantwortung, einen Seitenblick auf berühmte Personen zu werfen, die denselben Namen tragen. Unweigerlich kann es in Zukunft vorkommen, dass der Nachwuchs mit diesen Menschen verglichen, oder zumindest in eine Reihe gestellt wird. Hier stellt sich die Frage, ob es sich um rechtschaffene Persönlichkeiten handelt, mit denen der Vergleich an sich nichts Schlechtes ist. Ist dem nicht so, handelt es sich womöglich um einen Grund, die eigene Auswahl noch einmal zu überdenken.