Bedeutung des Nachnamen Weber

Bekannter Namensträger: Maximilian Carl Emil Weber: * 1864 in Erfurt - † 1920 in München, deutscher Jurist, Nationalökonom und Mitbegründer der SoziologieBekannter Namensträger: Maximilian Carl Emil Weber: geboren am 1864 in Erfurt - gestorben am 1920 in München, deutscher Jurist, Nationalökonom und Mitbegründer der Soziologie.

 

 

 

 

 

 

Der Nachname Weber steht an 6. Stelle der häufigsten Namen in Deutschland. Er ist ein Berufsname zu mhd. wêbære = der „Weber“ – abgeleitet von dem gleichnamigen Handwerk, der „Weberei“. In der, für die Bildung des Nachnamens Weber bestimmenden Zeit des frühen bis späten Mittelalter, war die Tätigkeit des Webers weitverbreitet. Seine Aufgabe war es, aus Garnen, wie Schafwolle, Baumwolle, Leinen, Barchent (einem frühen Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen) Hanf und Seide, „Gewebtes“ - Stoffe - herzustellen. Gleichsam mit dem immer wichtiger werdenden Beruf der Schneider, wuchs der Bedarf an Webern, die für die Nachfrage nach modischen Kleidern die nötigen Materialien herstellten.

Am Rande sei noch erwähnt, das der Beruf des Webers zu den „unehrlichen“ Berufen des Mittelalters galt. „Unehrlich“ deshalb, weil man dem Weber vorwarf, er würde sich betrügerisch bereichern durch seine Arbeit, indem er für seine Aufträge mehr Garn berechnen würde, als er tatsächlich verarbeitete. Dieser Vorwurf der „Unehrlichkeit“ traf aber auch andere Berufe, wie Müller und Schneider, trat lokal verschieden stark verbreitet auf und lässt sich heute nicht mehr auf einen konkreten Ursprung solcher Vorwürfe zurückverfolgen.

Die wohl bislang älteste schriftliche Erwähnung von „Weber“, als vom Beruf abgeleiteter Personenname, datiert aus dem Jahre 1325 und stammt aus Regensburg: „Albrecht der webær an dem Steg“

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