Doppelnamen

Einen männlichen Doppelnamen für mein Kind. Aber welchen?Als „Doppelnamen“ bezeichnet man die Verwendung von zwei Vornamen (+ Nachnamen). Doppelnamen tauchen vermehrt und zur Mode werdend ab dem 16 Jahrhundert in Europa auf.

Doppelnamen - Warum?

Doppelnamen bieten mehrere Möglichkeiten zur Gestaltung / Design von Vornamen. Die wichtigsten von ihnen finden Sie in der folgenden Liste:

  • Klangvolle Namenskompostionen Viele Eltern möchten ihrem Kind einen besonders klangvollen und schönen Namen geben. Manch einer empfindet z.B. gute alte deutsche Nachnamen wie Maier, Müller oder Schulze etwas altbacken oder zumindest sehr gewöhnlich. Gerade hier bietet es sich an, diesen Nachnamen ein klangvolles Vornamens-Duo voranzustellen. Wenn z.B. „Anna“ der Favorit für den Vornamen ist, der darin auf jedem Falle enthalten sein soll, dann ergibt die Kombination mit „Maria“ zu „Anna Maria (Schulze)“ eine klangvolle Kombination mit dem traditionellen Nachnamen.
  • Individuelle Unterscheidung von häufig verwendeten Vornamen in Verbindung mit einem verbreiten Nachnamen Nachnamen wie die oben bereits erwähnten Maier, Müller, Schulze sind weit verbreitet. In Kombination mit einem männlichen Vornamen wie „Paul“, ergibt sich eine Namenskombination, die ebenfalls denkbar weit verbreitet ist – zumindest im deutschsprachigen Raum. Auch in solch einem Falle bietet es sich an, diesen Vornamen mit einem weitern Vornamen zu erweitern, damit sich so der Namensträger, besser von seinen Mitmenschen namentlich unterscheidet. Ein Doppelname ist natürlich nicht zwingend notwendig in einem solchen Falle, aber es sei hier erwähnt, weil es für viele Eltern einen wichtiger Punkt für die Namenswahl darstellt. Manch ein Doppelname kann so individuell gestaltet sein, dass der Nachname für die Unterscheidung des Namensträgers an Bedeutung verliert.
  • Namentlicher Bezug auf (verwandte) Personen Viele Eltern legen auch heute noch Wert darauf, dass im Namen ihres Kindes, ein Stück der Familien-Ahnen weiterlebt und somit erhalten bleibt. Recht weit verbreitet ist z.B. für den zweiten Vornamen eines Kindes, den Vornamen des Großvaters oder der Großmutter, väterlicher- oder mütterlicherseits zu verwenden. Solche Doppelnamen können für ein männliches Kind, durchaus den Vornamen einer der beiden Großmütter enthalten und andersherum im Falle eines weiblichen Kindes. Auch den Vornamen des Paten für das jeweilige Kind, als zweiten Vornamen dieses Kindes zu verwenden, ist traditionell üblich und verbreitet. In Kombination mit einem eindeutig das Geschlecht des Kindes bezeichnenden Namens, ist die Wahl eines zweiten Vornamens des anderen Geschlechts durchaus erlaubt und auch üblich.
  • Namenszusammensetzungen mit mehrfacher Bedeutung Viele Eltern vergeben den Vornamen für ihr Kind, aufgrund einer bestimmten Bedeutung des jeweiligen Vornamens. Die Bedeutung des Vornamens soll gleichsam wie ein Segen auf das Kind übergehen und es ein Leben lang begleiten. Gerade klangvolle Vornamen aus anderen Sprachen bieten sich hierfür an. Eltern, die z.B. ihrem Kind ein „sonniges“ Wesen wünschen, könnten dies dadurch ausdrücken, dass sie als Bestandteil des Doppelnamen „Soleil“ – französisch für „Sonne“ – verwenden. Als zweiten oder ersten Vornamen kann dann noch ein weiterer Vorname mit ein er passenden Bedeutung gewählt werden.

Diese Liste soll nur einige Vorzüge darstellen, die Doppelnamen bieten. Zusammenfassend können wir sagen, dass aus den unterschiedlichsten Motivationen heraus, Doppelnamen eine größere Gestaltungsfreiheit bieten bei der Vornamenswahl, als „einfache“ Vornamen. Da der Nachname/Familienname stets vorgeben ist oder zumindest nur sehr beschränkte Auswahlmöglichkeiten bietet, ist es natürlich für viele Eltern umso verlockender, die Gestaltungsfreiheit bei der Wahl des Vornamens voll und ganz auszukosten.


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Ein weiblicher Doppelname für mein Kind. Aber welchen?

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