Nachnamen nach Herkunft

Einige Nachnamen / Familiennamen leiten sich in ihrer Bedeutung von der Herkunft des Namensträgers abWie bereits erwähnt, ist findet zur Zeit des 13. und 14. Jahrhunderts eine starke Binnenwanderung statt. Die Städte wirken wie Magneten auf unzählige Menschen, deren Attraktivität im Vergleich zum Landleben, sie anzieht. Die Städte wachsen in kürzester Zeit an der Anzahl ihrer Bewohner. Damit nimmt auch die Notwendigkeit zu, Menschen mit ihrem Namen zu unterscheiden. Mit nur einem Namen, dem gewohnten Namenssystem wird dies sehr bald unmöglich, da es in recht kurzer Zeit zu viele Menschen gleichen Namens gibt.

In den Städten ist zu beobachten, dass die Menschen zuerst beginnen, sich nach ihrer Herkunft namentlich von einander zu unterscheiden. Gerade die Herkunft ist das, was die aus allen Teilen Europas zugezogenen Menschen in den schnellwachsenden Städten am meisten unterscheidet. In der Frage der „Herkunft“ unterscheiden die Menschen in der Wahl des Nachnamens hauptsächlich zwischen den beiden folgenden Kriterien:

  1. Der Herkunfts-Ort; z.B. Hamburg, Berlin, Mecklenburg
  2. Das Herkunfts-Volk / -Land; z.B. Ungarn, England, Sachse, Bayer, Slaven

Es werden Nachnamen gebildet, die direkten Bezug z.B. auf den Herkunftsort nehmen. So nannte man einen aus Bayern zugezogenen Peter – „Peter der Bayer“ und wenig später nur noch kurz „Peter Bayer“. Die in den Städten gesprochenen regional abweichenden Dialekte, führten zu einer teils mannigfachen Schreibweise von Nachnamen, die auf denselben Ort verweisen. Beispiel: Für einen Menschen, der aus Köln stammte, konnten sich die folgenden Varianten für seinen Nachnamen herausbilden: „Köllner, von Cölln, Kölsch, Kölling, Cölnermann“.

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