Bedeutung des Nachnamen Fischer

Bekannter Namensträger: Mathias Joseph Fischer - * 1822 in Trier - † 1879 in Trier, Kaufmann aus uns in Trier und als Fischers Maathes ein bekanntes Stadtoriginal. Sein Andenken wird noch heute in Trier gepflegt.Bekannter Namensträger: Mathias Joseph Fischer - * 1822 in Trier - † 1879 in Trier, Kaufmann aus uns in Trier und als Fischers Maathes ein bekanntes Stadtoriginal. Sein Andenken wird noch heute in Trier gepflegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Nachname Fischer ist ein Berufsname, der sich von dem traditionellen Berufe des Fischers ableitet. Unter den am häufigsten verwendeten Nachnamen steht „Fischer“ an vierter Stelle. Wie kam es zu dieser großen Ausbreitung des Namens?

Der Fischer und sein Stellung im Mittelalter

Die Fischer waren schon vor dem Mittelalter ein sehr verbreiteter und zahlenmäßig starker Berufszweig. Grund dafür ist, dass der Fisch aus religiösen Gründen ein weitverbreitetes Nahrungsmittel war. Allein in der Fastenzeit ernährte sich der überwiegende Großteil der Bevölkerung von Fischen. Darüberhinaus war es und ist teils auch heute noch, Tradition, mindestens einmal die Woche, den Hunger mit Fisch zu stillen.

Ausdruck für die hohe Bedeutung des Fischs für die Menschen des Mittelalters ist auch die Tatsache, dass seit dem beginnenden 14. Jahrhundert Gesetze beschlossen wurden, die die Ausübung der Fischerei-Zunft, besonders in den Städten, streng regelten. Im Mittelpunkt steht dabei ein Gesetz zu jener Zeit aus Regensburg, das es auf Strafe (wie so üblich für damalige Gesetze) verbat, Fische für mehr als einen Pfennig (damalige Währung) zu verkaufen. Darin drückt sich unteranderem die Sorge aus, Fisch auf einem so niedrigen preislichen Level zu halten, dass auch die Armen sich weiterhin Fisch leisten konnten. Denn Fisch war, wie oben bereits erwähnt, eine religiöse Pflicht-Speise und die Gesetzesgeber sahen es als ihre Pflicht wiederum an, auch dem „kleinen Mann“ diese Pflichterfüllung zu ermöglichen.

Die Mengen an Fisch, die die Bevölkerung verzehrten, waren so immens, dass die Arbeit fleißiger Fischer stets gefragt war. Dummerweise verdienten aber gerade sie, am wenigsten daran. Die Nachfrage nach Fisch belohnte zur damaligen Zeit vielmehr die Kaufmannsleute und die Verkäufer von Salz - dem wichtigsten Konservierungsmittel im Mittelalter.

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