Nachname Rungenhagen

Wie ist der Nachname in Deutschland verteilt?

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Die meisten Rungenhagens findet man in/ im Kreisfreie Stadt Berlin (BE), nämlich genau 10 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Kreisfreie Stadt Bremen, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

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Bettina
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Nachname Rungenhagen

Hallo,

wer kann mir etwas zu diesem Familiennamen, Rungenhagen, mitteilen?

Vielen Dank und viele Grüße,

Bettina

Steven
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Moderator
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Vielleicht so ...

Hallo Bettina,

zur Bedeutung des Nachnamens Rungenhagen selbst habe ich bislang nichts herausfinden können. Alternativ lohnt sich aber vielleicht in diesem Falle, den Namen aufzuteilen und sich, sofern möglich, Bedeutungen für die einzelnen Namensbestandteile anzusehen. Daraus lässt sich dann unter Umständen eine einigermaßen sinnvolle Bedeutung erschließen.

Vorausgesetzt, der Name ist ein zusammengesetztes Wort aus Runge(n)+Hagen, lässt dies folgende Deutung zu:

Beide Namensbestandteile, also Runge und Hagen, lassen sich im mittelhochdeutschen Sprachraum nachweisen. 

Nun zu den Bedeutungen der einzelnen Namensbestandteile:

  • Rungen: Das Wort Runge bezeichnete eine Stange oder Leiste, die beim Bau von Wägen, die von Tieren gezogen wurden, eine wichtige Rolle spielte. Auf Grund dessen bezeichnet auch der gleichlautende Nachname (Runge), als Berufsname einen Wagenbauer. Rungen könnte dann im Falle von Rungenhagen als Plural zu Wagenbauer verstanden werden.
  • Hagen: Das Wort Hagen bezeichnet einen "Dornbusch, Dornenstrauch, Dornenhecke, Dornenrute, Dorn, Verhau, Einfriedung, eingefriedeter Ort, Hag, dichtes Gehölz zur Befestigung, Hain, kleiner Wald, umfriedeter Ort". Der davon abgeleitete Nachname Hagen, geht unteranderem ebenfalls auf diese Bedeutung zurück.
    Am Rande will ich noch anmerken, dass Hagen auch in der Bedeutung von "Zuchtstier" vorkommt und es auch Orte mit dem Namen Hagen gibt.

Eine mögliche Deutung nun zum zusammengesetzten Rungenhagen lässt auf eine Ort schließen, an dem sich Wagenbauer aufhielten oder auch vielleicht eine Art Werkstatt, Lagerplatz, Stellplatz für Wägen.

Interessant hierzu finde ich auch, dass es den inhaltlich ähnlich klingenden Namen "Wagenhain" ebenfalls gibt.

Wie gesagt, dass sind jetzt nur Vermutungen von mir und konstruiert. Aber, wie ich finde, gar nicht so weit hergeholt. Vielleicht hilft dir das ja erst mal weiter, für deine weiteren Forschungen. :-)

Soweit von mir und viele Grüße
Steven

Steven
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Weitere Möglichkeit

Eine vielleicht etwas weniger konstruierte Deutung ;-) :

Der Name könnte auch einfach ein Zusammensetzung der beiden eigentständigen Namen Runge und Hagen sein, die an sich keinen eigenen oder neuen Sinn hat.

Z. B. könnte Rungenhagen eine Zusammensetzung der beiden Nachnamen Runge und Hagen sein. Beispiel hierzu: Schmidpeter, Schmidkunz. 

Andererseits könnte der Name auch eine verdrehte Form der ursprünglichen Namenskombiantion: Hagen (Vorname) + Runge (Nachname) zurückgehen.

Letztgenannte Namenskombination wird auch heute noch verwendet.

Bettina
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Beigetreten: 24.05.2012 - 14:18
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Re: Bedeutung und Herkunft von Rungenhagen

Hallo Steven,

vielen Dank für die Hinweise. Das klingt eigentich alles plausibel.

Könnte aber auch ein Ort bzw. eine Region als Ursprung in Frage kommen? Z.B. Roggenhagen (in Mecklenburg) oder Rügen? Ich las zufällig im Internet die Variante (?) "Rugenhagen". Aufgefallen ist mir aber auch der Familienname "Bungenhagen", könnte hierfür ein Lesefehler verantwortlich sein und aus Bungenhagen im Laufe der Zeit Rungenhagen geworden sein?

Meine Namensfunde konzentrieren sich bis jetzt auf den Raum Liebenberg/Oberhavel und Berlin (18. und 17. Jahrhundert), dann verliert sich die Spur.

Viele Grüße,

Bettina

 

Steven
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Moderator
Beigetreten: 01.03.2012 - 22:54
Beiträge: 895
Auch möglich

Hallo Bettina,

das ein zum Namen ähnlich klingender Ort der Ursprung von Rungenhagen ist, kann durchaus möglich sein.

Solche "Übertragungsfehler" haben oftmals ihren Ursprung darin, dass es Zeiten gab, in denen bei der Schreibweise des Namens etwas schludrig umgegangen wurde und es teils auch dem Namensträger selbst nicht sonderlich wichtig war, ob sein Name z. B. mit einem R oder einem B geschrieben wurde. Die Namen wurden bei Wohnortwechseln ja nur mündlich bei den jeweiligen Ämtern angegeben und da kann man sich schon mal beim Namen verhören. ;-)

Solange du aber keinen stichhaltigen Beweis dafür hast, z. B. aus den Ergebnissen deiner eigenen Ahnenforschung, bleibt das leider bloße Vermutung und du kannst auch nur schwerlich darauf tippen, welcher Ortsname als Vorlage für den gesuchten Namen in Frage kommt.

Viele Grüße
Steven

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