Nachname Morgner

Wie ist der Nachname in Deutschland verteilt?

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Absolute Verteilung - Geogen © Christoph Stöpel:

Die meisten Morgners findet man in/ im Vogtlandkreis (SN), nämlich genau 148 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Altmarkkreis Salzwedel, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

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Letzter Beitrag
Gretl
Beigetreten: 21.03.2019 - 22:12
Beiträge: 1
Nachname Morgner

Hallo,

mich würde interessieren, welchen Hintergrund der Nachname Morgner hat.

Danke.

 

Steven
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Moderator
Beigetreten: 01.03.2012 - 22:54
Beiträge: 965
dreierlei Deutungen

Hallo Gretl.

Für den Familiennamen Morgner kommen mehrere Deutungen in Frage. (Welche dieser Deutungen für genau Ihren Fall zutrifft, lässt sich aus dem Namen allein nicht ableiten; dazu bedarf es leider einer genaueren historischen Erforschung der betreffenden Familie):

  1. Es war üblich, zurzeit als unsere Familiennamen vergeben wurde, Menschen unteranderem danach zu benennen, an welcher Stelle oder Platz des Ortes sie wohnten. Diese Klasse von Nachnamen nennen wir Wohnstättennamen. Im Falle von Morgner erhalten wir den Hinweis, dass der ursprüngliche Namensträger im Osten seines Ortes wohnte, „Osten“, weil dort die Sonne am „Morgen“ aufgeht.
  2. Ebenso war es üblich, in anderen Fällen bei der Wahl des Nachnamens sich an dem Herkunftsort der betreffenden Peron zu orientieren. Insbesondere dann, wenn sie sich gerade in einem für sie neuen Ort niedergelassen hatten, dann kam es vor, dass diese Menschen nach dem Ort benannte wurden, den sie gerade verlassen hatten. In diesem Sinne ist für Morgner belegt, dass er als Herkunftsname Personen vergeben wurde die aus einem Ort mit dem Namen „Morgen“ umgesiedelt waren. Ort dieses Namens finden wir heute noch:
    • als Ortsteil von Rettenberg, Landkreis Oberallgäu in Bayern und
    • als früheren Namen den Dorfes Kumielsk im heutigen Polen.
  3. Ebenso beleibt war auch die heute als Übernamen bezeichnete Klasse von Nachnamen, bei der Menschen aufgrund besonders auffälliger Gewohnheiten oder äußerlicher Merkmale benannte wurden. Im Falle des Familiennamen Morgner ist belegt, dass er, wenn auch in weniger Fällen der beiden zuvor geschilderten Ableitungen, auf das mittelhochdeutsche Wort „morgenen“ (=> „auf morgen verschieben“) zurückgeführt werden kann. In diesem Falle traf der Nachname Menschen, die dafür bekannt waren, dass sie immer wieder aus Bequemlichkeit oder mangels Interesse und Antrieb Tätigkeiten, Arbeiten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.  

Soweit von mir dazu.

Schöne Grüße
Steven

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