Bedeutung des Nachnamen Fenninger

Wie ist der Nachname in Deutschland verteilt?

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Die meisten Fenningers findet man in/ im Landkreis Traunstein (BY), nämlich genau 21 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Kreisfreie Stadt Bonn, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1

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sfenninger
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Bedeutung des Nachnamen Fenninger

Hallo,

ich wuerd gern wissen was der nachname fenninger bedeutet,

brauchte dringend hilfe,

LG sf

Steven
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Zuletzt online: vor 1 Woche 5 Tage
Moderator
Beigetreten: 01.03.2012 - 22:54
Beiträge: 901
von Venningen oder dem "Pfennig"

Hallo,

für Fenninger fällt die Deutung leider nicht eindeutig aus. Infrage kommen hauptsächlich zwei Bedeutungslinien – zum einen von dem Ort „Venningen“ oder aber als Ableitung von „Pfennig“. Weiter nun im Detail:

  1. Der Nachname kommt nicht ganz so oft in Deutschland vor – am stärksten ist der Name in Bayern, Kreis Traunstein vertreten, aber auch in der Region rund um Westerwald. Zu letzterer Region existiert nicht ganz unweit noch heute die Ortsgemeinde Venningen (https://de.wikipedia.org/wiki/Venningen) und von diesem Ortsnamen kann sich der gesuchte Name abgeleitet haben. Besonders interessant ist diese Herleitung des Namens, wenn ihre Familie aus dieser Region stammt. Damit hätten wir es dann mit einem Herkunftsnamen zu tun, der uns den ursprünglichen Wohnort des ersten Namensträger verrät. Die Endung „-er“ kennzeichnet in diesem Falle die Beziehung zu dem Ort – Venning+er, der Mann aus Venningen.
  2. Durch Vereinfachung und Laut-Zusammenziehung des Namens, kann sich Fenninger aber auch von Pfenni(n)g / Pfenninger abgeleitet haben, was durchaus häufig mit unseren Nachnamen geschah. In diesem Falle hätte wir es bei dem gesuchten Namen mit einem Übernamen zu tun, der auf zweierlei Art historisch entstand:
    1. Abgeleitet von mittelhochdeutsch „phenning“ oder „phennic“ für „Münze, Pfennig“, wurde der Name Personen vergeben die ewas mit der mittelalterlichen bäuerlichen Abgabenverpflichtung zu tun hatten. Die wurde im speziellen Fall eben mit Bargeld (deshalb Pfennig, Münze) geleistet und nicht in der sonst auch üblichen Form von Lebensmitteln. Entweder war die so benannte Person dann dafür bekannt, das solche Abgaben zu leisten hatte oder aber, dass sie damit beauftragt war, diese einzusammeln.
    2. Ebenso konnte der Name auch an Personen vergeben werden, die Münzer arbeiteten, also Münzen in Münzmaufakturen herstellten.
    3. Die Endung „-er“ im Namen verweist auf die Zughörigkeit (üblicherweise ein Verwandtschaftsverhältnis, z.B. der Sohn) der ersten Person namens „Pfenninger“, zu einer anderen Person, auf die eine der obigen Beschreibungen zutraf. Sie übte also selber nicht die dem Namen zugrundeliegende Tätigkeit aus, sondern wurde nach einer anderen Person benannt, auf die speziell das dann aber zutraf.

Soweit von mir dazu.

Viele Grüße
Steven

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