Familiennamen Kronawitter und Völkel

Wie ist der Nachname in Deutschland verteilt?

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Absolute Verteilung - Geogen © 2005-2014 Christoph Stöpel:

Die meisten Kronawitters findet man in/ im Landkreis Passau (BY), nämlich genau 122 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Kreisfreie Stadt Bochum, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

Die meisten Völkels findet man in/ im Landkreis Siegen-Wittgenstein (NW), nämlich genau 200 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Altmarkkreis Salzwedel, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

Die meisten Volks findet man in/ im Landkreis Gießen (HE), nämlich genau 145 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Altmarkkreis Salzwedel, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

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TAVIRP
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Familiennamen Kronawitter und Völkel

Hallo, meinen Geburtsnamen Atzesberger hat meine Familie herausgefunden, wir haben das östrreichische Dorf Atzesberg sogar besucht und auf dem Friedhof Gräber mit dem Namen gefunden, sehr spannend so etwas! Aber die Mutter meines Vaters ist eine geb. Kronawitter und diesen Namen hätte ich gerne erklärt, mein Vater lebt nicht mehr, es muss ein bayrischer Name sein.

Meine Mutter ist eine geb. Völkel und sie stammt aus Schlesien. Da weiß auch keiner etwas. Über mehr Licht in das Dunkel würde ich mich freuen. Lg TAVIRP

Steven
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Kronawitter

Hallo TAVIRP,

zu dem Nachnamen Kronawitter kann ich dir verraten, dass er sich von dem Wacholder, der Pflanze ableitet. Zugrunde liegt hier das mittelhochdeutsche Wort „kranewite“ = „Wachholder“. Damit haben wir es hier mit einem Wohnstättennamen zu tun, der ursprünglich einer Person gegeben wurde, die in unmittelbarer Nähe zu einem Wachholderstrauch lebte.

Von diesem Namen gibt es zahlreiche Schreibweisen, alle mit der gleichen Bedeutung:

Cranewitter, Cronenbeter, Cronenwether, Cronenweth, Cronenwett, Cronenwetter, Cronewett, Cronewette, Cronewetter, Cronewitter, Granabetter, Graneviter, Kranawetter, Kranawitter, Kranebitter, Kranenwitter, Kranewetter, Kranewitter, Krannawitter, Krannewitter, Kronawetter, Kronawitter, Kronawötter,  Kronebitter, Kronenbitter, Kronenwerter, Kronenwerther, Kronenweth, Kronenwett, Kronenwetter, Kronewett, Kronewetter, Kronewitt, Kronewitter, Kronnenwerther, Kronnenwürthe, Kronowetter.

Zur mittelalterlichen Bedeutung des Wachholder:

In mittelalterlichen Sagen, Märchen und Liedern galt der Wacholder als rätselhaftes, geheimnisvolles Gewächs und schützte vor Hexen, Zaubern und anderen dämonischen Wesen. Auf Friedhöfen (er ist ein Baum der Toten, ebenso wie die Eibe) und ums Haus gepflanzt, diente er als Schutz vor Hexen  und bösen Geistern.

Nach einer alten deutschen Volksweisheit soll der Wanderer „vor dem Wacholder das Knie beugen und vor dem Holunder den Hut ziehen“. Darin drückt sich noch die Bedeutung des Wacholders aus.

Verbreitet sind Sagen und Märchen, nach denen der Schlüssel zu einem unterirdischen Schatz unter eine Kranewittstaude liegt. Ein berühmter Ausspruch in Pestzeiten, der von einem Vogel gezwitschert wurde, war “Esst‘s Kranewitt und Bibernell, dann sterbt ihr nit so schnell”. Als „Kranewitt“ wurde der Wacholder nach einem Vogel benannt, der dessen Beeren besonders gern mochte, nämlich der Kremmetvogel oder auch die Wacholderdrossel genannt.

Zu den regionalen Namen des Wachholders zählen auch Kranewitt, Machandel, Reckholder und Karwendel.

Interessant ist auch, dass der Name sich in eher seltenen auch von dem Ortsnamen „Kranawitt“ ableiten kann – der in seiner Bedeutung dann letztlich auch auf den Wachholder zurückführt:

Interessant ist das deshalb, weil dieses in Oberbayern gelegene Dorf, gar nicht so weit von dem österreichischen Atzesberg liegt, dem Ort, wo du auch das Grab gefunden hast. Vielleicht gibt das auch für deine Familienforschung neuen Stoff.

Viele Grüße
Steven

Steven
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Völkel

Der Nachname Völkel (ursprünglich „Volk“) leitete sich ab, von deutschen Rufnamen, die das Namenswort „folc“ – althochdeutsch für „Haufe(n), Kriegsschar, Volk“. Infrage kommen hierbei z.B. die Namen Volker und Volkmar.

Bei der Endung „-l“ handelt es sich um einen Suffix, der dadurch entstand, dass er an den Nachnamen einer Person „angehängt“ wurde, die ein Nachkomme einer Person mit dem Nachnamen „Volk“ war. Diese Person hieß daraufhin nun nicht mehr Volk sondern Völkel.

TAVIRP
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Kronawitter und Völkel

Hallo Steven,herzlichen Dank für die weitreichenden Auskünfte, da sprach eindeutig der Fachmann. Da ist viel Licht ins Dunkel gekommen! Lg TAVIRP

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