Der Nachname Herkenhöner

Wie ist der Nachname in Deutschland verteilt?

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Absolute Verteilung - Geogen © Christoph Stöpel:

Die meisten Herkenhöners findet man in/ im Rhein-Sieg-Kreis (NW), nämlich genau 13 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Kreisfreie Stadt Hamburg, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1.(Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

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herkenhöner
Beigetreten: 13.06.2018 - 15:12
Beiträge: 1
Der Nachname Herkenhöner

Hallo, 

können Sie mir bei der Bedeutung von Herkenhöner weiterhelfen? 

Ich habe mal soetwas gehört wie "Ein Mensch der aus dem Wald kommt" oder "der im Wald lebt". 

Vielen herzlichen Dank!

Steven
Bild des Benutzers Steven
Moderator
Beigetreten: 01.03.2012 - 22:54
Beiträge: 943
FN Herkenhöner

Hallo,

der Nachname Herkenhöner ist relativ selten und tritt am stärksten in der Gegend um den Rhein-Sieg-Kreis auf. Ganz in der Nähe dazu, nämlich im Oberbergischer Kreis befindet sich die Hofschaft Herkenhähn als ein Ortsteil der Gemeinde Lindla. Im Mittelalter waren heutige Stadtteile zumeist eigenständige Ortschaften, die erst sehr viel später zu einem eng benachbarten, größeren oder bevölkerungsreicheren Ort eingemeindet wurden.

Die oben erwähnte Verteilung des Nachnamens und die Ähnlichkeit zum Ortsnamen (Herkenhähn) legt nahe, dass sich Herkenhöner als Herkunftsname aus dem Ortsnamen ableitete. Interessant hierbei ist der Umstand, dass Herkenhähn im 15. Jahrhundert urkundlich das erste Mal als „erckenhain“ erwähnt wird (- was aber nicht heißen muss, dass dies auch der ursprünglichen Form des Ortsnamen entspricht). Daraus ergibt sich, dass, wenn wir mit dieser Vermutung richtig liegen, der Ortsname wie auch der Nachname eine ähnliche Entwicklung betreffend ihrer Schreibweise erfahren haben.
(Es ist für Orts- und auch Personennamen recht gewöhnlich, dass sie sich im Laufe der Zeit, oft zugunsten der Sprachgewohnheit veränderten, oftmals sogar soweit, dass die ursprüngliche Form kaum noch zu erkennen ist.)

Einen „Herkunftsnamen“ wiederum erhielt die betreffende Person typischer Weise dann, wenn sie aus ihrem Heimatort in einen anderen Ort umzog. Auch damals schon mussten sich die Menschen dort einer Art Verwaltung „vorstellen“, manchmal einem Vertreter des jeweiligen Landesherren oder einem Geistlichen. Wenn die dann neu hinzugezogene Person noch keinen Nachnamen hatte, wurde ihr bei dieser Gelegenheit gleich einer gegeben und gerne auch auf dessen Herkunftsort beziehend.

Schöne Grüße
Steven

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