Nachnamen Kaupp, Schülein und Bleistein.

Wie ist der Nachname in Deutschland verteilt?

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Absolute Verteilung - Geogen © 2005-2014 Christoph Stöpel:

Die meisten Kaupps findet man in/ im Landkreis Freudenstadt (BW), nämlich genau 113 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Donnersbergkreis, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

Die meisten Kaups findet man in/ im Landkreis Paderborn (NW), nämlich genau 116 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Enzkreis, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

Die meisten Schüleins findet man in/ im Landkreis Kronach (BY), nämlich genau 58 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Kreisfreie Stadt Aschaffenburg, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

Die meisten Bleisteins findet man in/ im Kreisfreie Stadt Aschaffenburg (BY), nämlich genau 19 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in/ im Kreisfreie Stadt Landshut, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

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Schmittner
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Zuletzt online: vor 2 Wochen 3 Tage
Beigetreten: 17.04.2012 - 20:24
Beiträge: 80
Nachnamen Kaupp, Schülein und Bleistein.

Hallo,

ich habe wieder mal drei Namen. Kaup(p), Schülein und Bleistein. Die Namen stammen alle aus meiner Familienliste und sind seit ca. 1600 in unserer Gegend (Aschaffenburg) heimisch. Die Schreibweise von Kaup und Schülein ist seit jeher relativ gleich geblieben, Bleistein ist jedoch die neuere Schreibweise von Bleyenstein.

Für Eure Hilfe im voraus vielen Dank

Peter Schmittner

Steven
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Zuletzt online: vor 2 Tage 6 Stunden
Moderator
Beigetreten: 01.03.2012 - 22:54
Beiträge: 912
verschiedenes zu Kaup(p)

Hallo Peter,

mal schauen, was uns diesmal wieder feines an Namen mitgebracht hast. :-)

Ich beginne mit dem Nachnamen Kaup(p).

Beide Schreibweisen, also mit einem bzw. zwei p's, meinen dasselbe und dafür gibt es wohl die folgenden Deutungen:

Aus Westfallen stammend, leitet sich der Name von frühneuhochdeutsch "kaupe" ab, das zweierlei Bedeutung hat:

  • Federschopf, Federbüschel auf den Köpfen von manchen Vögeln. In diesem Zusammenhang bezog sich der Nachname Kaup als Eigenschaftsname vermutlich auf eine äußerliche Eigenart des ersten Namenträger - Vielleicht ungewöhnlich gewachsenes oder absichtlich frisiertes Kopfhaar?
  • Gleichzeitig stand das Wort Kaup aber auch ganz allgemein für Bergkuppe o. -spitze. Vielleicht bezog sich bei dieser Herleitung der Nachname auf einen Bergsteiger oder -Wanderer, einem Menschen also, der sich auf die Spitze von Bergen begab? Vielleicht aber auch ein Mensch, der hoch oben auf einem Berg lebte oder auch nur arbeitete.

Aus dem Gebiet um Trier stammend, scheint es als sehr wahrscheinlich, dass sich der Nachname Kaup als Herkunftsname auf den Ortsnamen "Kaub am Rhein" bezieht. Hierbei war also ursprünglich eine Person gemeint, die aus diesem Ort in einen anderen umsiedelte.

Soweit vorerst von mir.

Viele Grüße
Steven

Steven
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Zuletzt online: vor 2 Tage 6 Stunden
Moderator
Beigetreten: 01.03.2012 - 22:54
Beiträge: 912
von Schuh

Zum Nachnamen Schülein habe ich folgendes herausgefunden: Schü(h) + -lein

Vermutlich geht er einher mit dem Namen Schühlein, also mit "h", das zugrunde gelegt, lässt sich folgendes über seine Bedeutung sagen:

Der Name hat auf jeden Fall etwas mit dem "Schuh", also der Bekleidung unserer Füße zu tun. Zurück geht der Name auf das mittelhochdeutsche Wort "schuoch", für eben jenen Schuh. Der ursprüngliche Namensträger hatte also eine besondere oder zumindest erwähnenswerte Beziehung zu Schuhen. Und das kann im konkreten Fall bedeutet haben, dass

  • der Namensträger selber Schuhe herstellte, also als Schuhmacher tätig war oder
  • er eine nach außen hin sichtbare Vorliebe für zum Teil ungewöhnliche oder auch nur auffällige Schuhe pflegte

Die Endung "-lein" ist ein Suffix aus dem hochdeutschen Sprachraum, der das Verhältnis des Namensgebers zum der so benannten Person ausdrückte - so wie heute noch bei einem Spitznamen. Allerdings oder wie auch bei unseren heutigen Spitznamen, konnte "-lein" ein wohlwollendes und zugeneigtes Verhältnis anzeigen, wie aber auch für Spott und Geringschätzung stehen. Wie sich das im konkreten Falle nun genau gestaltete, kann man dem Namen so und heute erst recht nicht mehr ablesen.
 

Steven
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Zuletzt online: vor 2 Tage 6 Stunden
Moderator
Beigetreten: 01.03.2012 - 22:54
Beiträge: 912
Ortsnamen auf den Namen Bleistein

Zum Nachnamen Bleistein:

Es gibt in Bayern zwei räumlich relativ dicht beieinander liegende Örtlichkeiten, mit jeweils ähnlich geschriebenem Namen:

Vielleicht ist das eine Spur?

Allerdings liegen die Orte etwas sehr weit von Aschaffenburg entfernt. ...

Soweit von mir zu den gesuchten Namen.

Viele Grüße
Steven

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